Selbstverteidigung trainieren – Was gehört dazu?

Zweifellos kann Selbstverteidigung eine ganz komplexe Angelegenheit sein. Möchten Sie auch für Selbstverteidigung trainieren, wissen aber nicht mit welchen Themen Sie sich befassen sollten? Wenn dies der Fall ist, dann sind Sie hier genau richtig. Wir möchten Ihnen in unserem Artikel zeigen. Welche Themen für eine erfolgreiche Selbstverteidigung sehr wichtig sind.

1. Jura und Ethik

Genau, mit Jura und Ethik sollte man sich von Anfang an beschäftigen, wenn man vorhat, Selbstverteidigung zu trainieren. Es kann nämlich eine gefährliche Situation noch viel schlimmer machen, wenn Sie sich mit diesen Themen nicht auseinandersetzen. Die Grundlage wird leider nur sehr selten beachtet. Man sollte wissen, dass diese aus zwei unterschiedlichen Facetten bestehen:

Jura: Wie steht das Gesetz dazu?
Ethik: Was macht schlechtes und gutes Handeln aus?
Jura:
Wenn Sie sich selbst schützen möchten, dann sollten Sie sich auch unbedingt mit den Notwehrrechten befassen. Hier erfahren Sie wogegen und wann Sie sich wehren dürfen. Dabei ist es auch wichtig zu wissen, wie weit man eigentlich gehen darf. Wo verstecken sich die besonderen Fallstricke? Es ist sehr wichtig, dass Sie diese Dinge unbedingt wissen, ansonsten drohen Ihnen nämlich zwei Gefahren:
– Entweder kann es der Fall sein, dass Sie sich nicht in den richtigen Moment trauen zu handeln, weil Sie sich unsicher sind, ob dies überhaupt erlaubt ist.
– Oder Sie folgen einfach Ihrem Gefühl auf einer unwissenden Weise und landen danach vielleicht sogar auf der Anklagebank. Achten Sie auf Ihre Gefühle, denn diese können in solchen Situationen äußerst trügerisch sein.
Aus diesen Gründen ist es von Bedeutung, dass Sie alle Notwehrrechte gut recherchieren. Glauben Sie auf keinen Fall den erstbesten Menschen, welcher Ihnen irgendein Recht, das es gar nicht gibt, auf die Nase binden möchte. Nach vielen Erfahrungen nach, gibt es in diesen Bereichen viel gefährliches Wissen. Natürlich müssen Sie nicht gleich anfangen mit Jura zu studieren, wenn Sie etwas über die Rechte erfahren möchte. Doch schadet es bestimmt nicht, wenn Sie einen Blick in ein passendes Fachbuch werfen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Sie sich bei einem Anwalt erkundigen. Das gilt vor allem auch dann, wenn Sie vorhaben, andere Leute in Selbstverteidigung zu unterrichten.
Achtung:
Passen Sie jedoch auf, dass Sie sich für kein Buch aus einem anderen Land entscheiden. Dies kann nämlich eine Tücke sein, denn es gibt sehr viele amerikanische Bücher, welche zwar auf Deutsch übersetzt wurden, jedoch keinen Einfluss auf unsere Rechte haben, sondern nur auf das amerikanische Recht.
Ethik:
Ethik ist ein äußerst breites Feld. Logischerweise geht es auch hier um ein Philosophiestudium. Die wichtigsten Fragen können vielleicht etwas banal klingen, jedoch sind sie dies aber nicht. Fragen Sie sich, welches Verhalten Sie persönlich tolerieren können. Oder, welches Verhalten Sie persönlich auf keinen Fall hinnehmen möchten. Für was möchten Sie wirklich eine körperliche Auseinandersetzung riskieren? Wie weit sind Sie bereit zu gehen und vor allem für was?
Auch hier verstecken sich zwei unterschiedliche Fallstricke, wenn Sie darüber nicht gut nachdenken:
– Es geht sehr schnell und man steht vor einem plötzlichen Ereignis. Doch wie sollte man jemanden Grenzen setzen, wenn man selbst nicht weiß, wo die eigenen Grenzen liegen?
– Wird eine Situation emotional, so kann es schnell vorkommen, dass man ach überreagiert.
Versuchen Sie, dass Sie diese beiden Stolperfallen so gut wie es geht, vermeiden. Denken Sie also in Ruhe darüber nach, wo Ihre Grenzen liegen. Stress macht es Ihnen in solch einer Situation nicht einfacher Entscheidungen zu treffen. Jedoch muss man dazu auch sagen, dass es keine Garantie ist, wenn man vorher über Ethik nachdenkt.

2. Wissen über Gewalt

Wie sollte man Gefahren erkennen, wenn man gar nicht genau weiß, warum und wie es eigentlich zu Gewalt kommt? Es gibt hierbei nicht nur einen Gewalttäter, sondern ganz andere Situationen als auch Motive, die schnell zu Gewalt und gefährlichen Situationen führen können. Es ist dabei wichtig, dass man solch eine Entwicklung so früh wie möglich erkennt, denn nur dann hat man auch mehr Möglichkeiten, um zu handeln.

Der Grund dafür ist, dass es sehr viele Situationen gibt, die nicht plötzlich vor uns stehen. Die meisten gefährlichen Situationen entwickeln sich eher langsam. Eine zentrale Rolle dabei spielt zum Beispiel die Wahrnehmung. Versuchen Sie solch eine Entwicklung so früh wie möglich zu erkennen. Wenn Sie ein Mensch sind, der blind durchs Leben geht und nicht auf seine Mitmenschen oder die Umgebung achtet, dann leben Sie deutlich unsicherer. Dies gilt nicht nur für Gewalt, sondern zum Beispiel auch für Verkehrsunfälle. Jedoch hat eine Wahrnehmung allein keinen Wert ohne jegliches Verständnis.

3. Vermeidungs- und Deeskalationsstrategien

Ein guter Anfang ist das Verständnis für die Gewalt. Wenn Sie das heben, dann können Sie auch Deeskalationen und Vermeidungen besser betrachten. Fragen Sie sich einfach mal, mit welchen Situationen von Gewalt Sie im leben in Berührung kommen könnten? Zur gleichen Zeit können Sie sich fragen, welche Gefahrensituation bei Ihnen komplette ausgeschlossen werden kann. Es ist sehr wichtig zu wissen, wie man sich in den unterschiedlichen Situationen verhalten sollte.

Deeskalations- und Vermeidungsstrategien müssen immer individuelle auf die jeweiligen Personen glaubwürdig sein. Die drohende Gewalt sollte dabei auch immer zur Ursache passen. Es gibt zum Beispiel Situationen, welche Sie mit einer bestimmten Art und Weis beruhigen können, jedoch könnten Sie mit dieser Art du Weise eine andere Situation viel schlimmer machen. Es ist also sehr wichtig, dass man sich auch mit diesen Punkten befasst, denn nur dann kann man auch in jeder unterschiedlichen Situation richtig reagieren.

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